Terrassendielen

Der Platz im Freien als Verlängerung des Wohnzimmers

Sobald die Tage länger und das Wetter stabil sonniger wird, zieht es die Menschen ins Freie. Wer dies direkt am eigenen Haus machen kann, verfügt entweder über einen Garten, einen Balkon und/oder eine Terrasse. Insbesondere eine Terrasse wird durch Terrassendielen zu einer perfekten „Aussenstelle“ des Wohnzimmers. Das so angenehme Material unter den Füßen zu spüren ist eine Wohltat. Harter Beton oder ein kühler Belag aus Steinzeug war in der Vergangenheit eine gerne genommene Lösung. Terrassendielen aus echtem Holz, Kunststoff oder WPC (Wood-Plastic Composite) geben Ihrer Terrasse einen ganz anderen Charme und sind eine direkte Einladung zum Aufenthalt.

 

 


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Welches Material wird am häufigsten für Terrassendielen verwendet?

Terrassendielen müssen den unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen standhalten und sind aus diesem Grund zum Beispiel aus einem Hartholz, wie Douglasie, gefertigt. Selbst wenn die Fläche überdacht ist, gibt es starke Hitze, Kälte, Nässe oder Trockenheit, die das Material der Terrassendielen erreicht.

Neben der Douglasie ist auch Bambus oder sibirische Lärche ein oft verwendetes Holz bei Terrassendielen. Sie haben alle den Vorteil, dass sie entweder von vornherein heimisch oder schnell nachwachsend sind. Aus Gründen der Nachhaltigkeit ist von tropischen Holzarten abzuraten.

Neben Terassendielen aus Vollholz sind auch solche aus WPC optimal einzusetzen. Dieses Material besteht zu etwa 70 % aus Holzfasern und 30 % aus Kunststoff. Aufgrund des Anteiles von Kunststoff ist WPC schädlingsresistent und pflegeleicht.

 

 


Welches Material der Terrassendielen wird wie langfristig gepflegt?

Terrassendielen Holz

 

Douglasie, sibirische Lärche oder auch andere reine Nadelhölzer lassen sich durch ein besonderes kesseldruckimprägniertes Verfahren mit speziellen Salzen langzeitig schützen. Hier finden Witterungsverhältnisse keine Angriffsflächen. Auf die Nadelhölzer abgestimmte Pflegeöle geben Maserungen und Farben eine schützende Hülle, so dass der Charakter des Holzes viele Jahre erhalten bleibt. Ohne ein entsprechendes Öl zeigt sich nach und nach eine leicht silbergraue Patina, die genau so von der Natur vorgesehen ist.

Das Mischprodukt WPC ist aufgrund seines Kunststoffanteiles resistent gegen Schädlinge und verändert auch nicht unter Einfluss der Umwelt sein Äußeres.

Flecken, die durch die tägliche Nutzung bei den Terrassendielen auftreten, entfernen Sie mit einer leichten Seifenlösung und einem Tuch.

 

Wo verlegen Sie Ihre Terrassendielen?

Schaffen Sie für die Montage der Terrassendielen einen absolut geraden Untergrund. Dies kann die bereits vorhandene alte Terrasse ebenso sein wie eine ganz neu konstruierte Fläche. In beiden Fällen kommt unter die Terrassendielen eine Unterkonstruktion aus Kanthölzern.

Ist die feste Fläche absolut gerade, bauen Sie die Unterkonstruktion mit einem ganz leichten Gefälle von etwa 1 bis 2 %. Sie erzielen damit ein ganz natürliches Abfließen des von Zeit zu Zeit auftretenden Regen- oder Reinigungswassers. Selbst bestes Material verträgt keine stehende Nässe, die nach einiger Zeit zu Schäden und unangenehmen Gerüchen führt.

Arbeiten Sie am besten nicht allein und sorgen Sie für verschiedenes Werkzeug:

Eine lange Wasserwaage, einen Gummihammer, eine Bohrmaschine, einen Akkuschrauber und eine sauber arbeitende Säge. Evtl. noch einen schweren Eisenhammer, Zollstöcke und Stifte zum Markieren.

 


Hier finden Sie ein interessantes Video zum Thema Terrassendielen verlegen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=L-CIqLs-rO8 User: BAUHAUS

 


Was brauchen Sie für die Montage der Dielen für die Terrasse?

Nehmen Sie vorzugsweise nichtrostenden Edelstahl für die Schrauben. Die Terrassendielen selbst gibt es wahlweise mit oder ohne Klick-System auf dem Markt. Sie sind in verschiedenen Stärken, Längen und Breiten erhältlich.

Terrassendielen in der Standardgröße haben eine Länge von 3 m. Dabei sind sie 14,5 cm breit und schwanken in der Stärke zwischen 2,1 cm bis 2,8 cm. Die Differenz in der Stärke macht sich zum einen im Preis bemerkbar und zum anderen in der Belastbarkeit. Überlegen Sie vor dem Kauf, wie viel Bewegung und Gewicht (Möbel und Personen) immer wieder auf den Terrassendielen sein wird. Je höher hier das Aufkommen ist um so stärker müssen die einzelnen Dielen sein.

Sehr edel fallen sogenannte Schlossdielen aus. Sie haben eine Breite von 23 cm bis 28 cm und sind ebenfalls 3 m lang.

 

Terrassendielen mit oder ohne Klick-System?

Diese Entscheidung treffen ganz allein Sie. Wie handwerklich geschickt sind Sie? Das Klick-System nimmt Ihnen das passgenaue Verschrauben der einzelnen Terrassendielen ab. Bis zu den Rändern, die vielleicht noch angeglichen werden müssen, stecken Sie einfach eine Diele an die andere. Sie haben immer den gleichen Abstand zwischen den einzelnen Dielen und es bleiben keine Schrauben sichtbar.

Ein großer Vorteil beim Verlegen im Klick-System ist auch die große Zeitersparnis. Hier dürfen Sie sicherlich die Hälfte der Arbeitszeit gegenüber dem Schraub-System abziehen.

Einfachheit hat ihren Preis. Das Klick-System ist pro Quadratmeter deutlich teurer. Je nach Größe der geplanten Terrasse wird dies eine nicht zu unterschätzende Summe.

 

 


Wo und wie beginnen Sie mit dem Verlegen der Terrassendielen?

Fangen Sie am besten an der Hausseite an. Dadurch erhalten Sie hier einen sichtbar glatten Beginn weil keine Diele in der Breite gekürzt werden muss. Schaffen Sie sich an dieser Stelle den ersten WOW-Effekt, wenn Sie durch die Tür auf die Terrasse treten.

In dem Moment, wo Sie sich für die Verlegerichtung der Terrassendielen entschieden haben, haben Sie auch den Aufbau der Unterkonstruktion bestimmt. Diese muss immer im rechten Winkel hierzu stehen. Dabei vergessen dürfen Sie nicht das leichte Gefälle. Holzdielen oder auch solche aus WPC leiden unter stehender Nässe.

Planen Sie vor dem Verlegen der ersten Diele auch die Optik vor. Möchten Sie eine gleichmäßig durchgehende Dielenreihe oder sollen unterschiedlich lange Stücke für Abwechslung in der Aufsicht sorgen?

 

Was wird auf Ihrer Terrasse stehen?

Je größer die Terrasse ist, um so mehr Gegenstände werden hier verteilt. Dies kann die große Hollywoodschaukel ebenso sein wie ein Strandkorb. Sie werden Gartenstühle, Liegen, Sessel und mindestens einen Tisch aufstellen wollen. Blumenkübel, ein mobiler Grill und evtl. ein Sonnenschirm mit Ständer. Alle diese Teile haben verschieden große Stellflächen und Füße.

Zwischen den einzelnen Terrassendielen mit Klick-System gibt es feine automatisch auftretende Furchen mit 0,8 cm Abstand. Hier kann die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit austrocknen. Es bleiben bei diesen schmalen Furchen keine der Dinge hängen, die Sie evtl. von einer Seite auf die andere bewegen wollen.

Bei den von Ihnen mit Schrauben befestigten Dielen müssen Sie diese feinen Abstände akkurat selbst einhalten.

 

Wie sieht die Oberfläche Ihrer neuen Terrassendielen aus?

Sie finden eine sehr große Auswahl an Oberflächen, die schon durch eine ganze einfache Verlegung sehr viel Leben auf die Terrasse bringen.

Schmale Linien lassen den Eindruck entstehen, Sie sind auf einem eleganten Schiffsdeck. Die breiteren Stücke der Schlossdielen kommen besonders gut auf größeren Flächen zur Geltung.

Maserung und Holzfarbe sind weitere Möglichkeiten, die Optik der Terrasse besonders hervorzuheben.

Weichen Sie evtl. von der einfachen Verlegung nebeneinander ab und gestalten ein etwas schwierigeres Fischgrätmuster. Hierbei müssen Sie mit etwas mehr Verschnitt rechnen, dürfen sich aber auf ein ganz individuelles Aussehen freuen.

 

Woran können Sie noch bei Ihren neuen Terrassendielen denken?

Hochwertiges Material und gute Pflege schenken Ihrer Terrasse ein durchschnittliches Lebensalter von 20 bis 25 Jahren. In dieser Zeit können Sie bei reinem Holz dessen natürliche Veränderung genießen. WPC- oder pure Kunststoffdielen werden mit zunehmendem Alter vielleicht etwas an Farbkraft verlieren. Holz dürfen Sie dann problemlos gegen eine neue Variante austauschen und entsorgen. WPC und pure Kunststoffe verlangen evtl. eine Sondermüllabfuhr.

Überzeugen Sie sich vor einem Kauf auch davon, wie zuverlässig Ihr gewähltes Material gegen Splitterung geschützt ist. Je härter das Holz ist, um so weniger drohen Splitter. Je besser es kesseldruckimprägniert ist, um so weniger drohen Splitter. Dielen aus WPC oder Kunststoff sind an dieser Stelle von vornherein etwas weniger anfällig.

 

 

 

 

 

 

 

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